Now reading

Psalms 38

Ludwig Albrecht Neues Testament und Psalmen

Psalms Psalmen Chapter 38
1
Ein Psalm Davids. Zum Bekennen (der Sünde) (?).
2
Jahwe, strafe mich nicht in deinem Zorn / Und züchtige mich nicht in deinem Grimm!
3
Denn deine Pfeile haben mich getroffen, / Und deine Hand liegt schwer auf mir.
4
Nichts Gesundes ist an meinem Leib ob deines Grolls, / Nichts Heiles in meinem Gebein ob meiner Sünde.
5
Denn meine Schuld geht über mein Haupt, / Wie schwere Last ist sie mir zu schwer.
6
Es stinken, es eitern meine Wunden / Um meiner Torheit willen.
7
Ich bin gekrümmt, bin sehr gebeugt, / Den ganzen Tag geh ich traurig einher.
8
Denn meine Lenden sind voll Brand, / Nichts Heiles ist an meinem Leib.
9
Ohnmächtig bin ich, ganz zerschlagen, / Ich schrei vor dem Schmerz, der in mir tobt.
10
O Herr, du kennst all mein Verlangen, / Mein Seufzen ist dir nicht verborgen.
11
Mein Herz pocht laut, meine Kraft ist weg, / Und das Licht meiner Augen, auch das ist dahin!
12
Meine Lieben und Freunde stehn fern meiner Pein, / Weit weg treten meine Verwandten.
13
Es legen Schlingen, die mir nach dem Leben trachten; / Die mein Unglück wünschen, beschließen Verderben / Und haben allzeit Tücke im Sinn.
14
Ich aber höre es nicht, als wäre ich taub, / Ich bin wie ein Stummer, der seinen Mund nicht öffnet.
15
Ich bin wie ein Mann, der nicht hören kann, / In dessen Mund keine Widerrede.
16
Denn auf dich, o Jahwe, harr ich, / Du wirst mich erhören, o Herr, mein Gott.
17
Denn ich spreche: "Laß sie mein sich nicht freun, / Wenn mein Fuß wankt, nicht wider mich großtun."
18
Ich bin ja nahe dem Fallen, / Und mein Kummer verläßt mich nie.
19
Denn meine Missetat mache ich kund, / Ich härme mich ob meiner Sünde.
20
Meine Feinde aber strotzen von Lebenskraft, / Und zahlreich sind, die mich grundlos hassen.
21
Sie vergelten mir Gutes mit Bösem, / Sie feinden mich an, weil ich Gutes erstrebe.
22
Verlaß mich nicht, o Jahwe! / Mein Gott, sei nicht ferne von mir! Eile, mir beizustehn, / Herr, meine Hilfe!
Share this reference