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Psalms 74

Ludwig Albrecht Neues Testament und Psalmen

Psalms Psalmen Chapter 74
1
Eine Betrachtung (?) Asafs. / Warum, Elohim, hast du uns für immer verworfen? / Warum raucht denn dein Zorn / Gegen die Schafe, die du weidest?
2
Gedenke doch deiner Gemeinde, die du vor alters erworben, / Die du dir erlöst zum Besitzesstamm! / Des Zionsberges gedenke, auf dem du wohnst!
3
Tritt heran zu den ewigen Trümmern! / Der Feind hat alles zerstört im Heiligtum.
4
Deine Gegner haben gebrüllt an deiner Versammlungsstätte; / Sie stellten ihre Zeichen als Zeichen auf.
5
Es war, als schwängen Holzhauer die Äxte / Hoch in dem Dickicht des Waldes.
6
Und dann: auf sein Schnitzwerk insgesamt / Hieben sie ein mit Beil und Barten.
7
Sie steckten dein Heiligtum in Brand; / Deines Namens Wohnung entweihten sie / Und machten dem Boden sie gleich.
8
Sie dachten: "Wir wollen sie alle bezwingen." / Sie verbrannten alle Gottesstätten im Lande.
9
Unsre Zeichen sehn wir nimmer; es ist kein Prophet mehr da, / Und niemand ist bei uns, der wüßte, / Wie lange dies Elend noch währen wird.
10
Bis wann, Elohim, soll der Dränger noch höhnen? / Soll der Feind deinen Namen auf immer schmähn?
11
Warum ziehst du zurück deine Hand, deine Rechte? / Zieh sie aus dem Busen — vertilge!
12
Gott ist doch mein König von alters her, / Der Rettungstaten auf Erden vollbracht.
13
Du hast das Meer gespalten durch deine Macht, / Hast der Drachen Köpfe im Wasser zerschellt.
14
Leviatans Häupter hast du zerschmettert, / Du gabst sie zum Fraße den Wüstentieren.
15
Du ließest sprudeln Quelle und Bach, / Du ließest versiegen beständige Ströme.
16
Dein ist der Tag, dein auch die Nacht. / Leuchte und Sonne hast du bereitet.
17
Du hast alle Grenzen der Erde gesetzt, / Sommer und Winter hast du gebildet.
18
Gedenke: der Feind hat Jahwe geschmäht, / Ein gottloses Volk deinen Namen gehöhnt.
19
Gib nicht dem Tiere preis deiner Turteltaube Seele, / Deiner Armen Leben vergiß nicht für immer!
20
Schau auf den Bund! / Denn des Landes Verstecke sind angefüllt, / Und dort wird Gewalttat getrieben.
21
Nicht unerhört laß Niedergeschlagene gehn, / Laß deinen Namen Arme und Dürftige preisen!
22
Auf, Elohim! Ficht aus deinen Streit! / Gedenke des: die Gottlosen höhnen dich fort und fort!
23
Vergiß der Feinde Schmährufe nicht, / Deiner Gegner Toben, das stetig steigt!
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