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Jó 15

Zürcher Bibel 1931

Hiob Capítulo 15
1
DA erwiderte Eliphas von Theman und sprach:
2
Darf ein Weiser mit windigem Wissen erwidern / und sich mit Ostwind blähen? /
3
zurechtweisen mit Rede, die nichts frommt, / und mit Worten, durch die er nichts nützt? /
4
Und du, du verletzest die Gottesfurcht / und zerstörst die Andacht vor Gott! /
5
Denn deine Schuld lehrt deinen Mund, / und du wählst die Sprache der Listigen. /
6
Dich verdammt dein eigner Mund, nicht ich, / und deine Lippen zeugen wider dich. /
7
Bist du als Erster der Menschen geboren / und vor den Hügeln erschaffen? /
8
Hörst du im Rate Gottes zu / und reissest so die Weisheit an dich? / (a) Jer 23:18; Rö 11:34
9
Was weisst du doch, das wir nicht wüssten? / Was verstehst du, das uns verborgen wäre? /
10
Auch ein Grauer, ein Alter ist unter uns, / reicher an Tagen als dein Vater. /
11
Sind dir zu gering die Tröstungen Gottes / und das Wort, das gelinde mit dir (verfuhr)? /
12
Was reisst dein Herz dich fort, / und was rollen deine Augen, /
13
dass du wider Gott dein Schnauben kehrst / und (solche) Worte entfahren lässest deinem Munde? /
14
Was ist doch der Mensch, dass er rein sein könnte? / dass gerecht sein sollte der vom Weibe Geborne? / (a) Hio 4:17
15
Sieh, seinen Heiligen traut er nicht; / die Himmel sind nicht rein in seinen Augen, / (a) Hio 4:18; 25:5
16
geschweige denn der Verworfene, der Verderbte, / der Mensch, der Frevel trinkt wie Wasser! /
17
Ich will dich berichten, höre mir zu, / und was ich gesehen, das will ich erzählen, /
18
was die Weisen verkünden, / was ihre Väter nicht verhehlten, /
19
die noch allein das Land besassen, / sodass kein Fremder bei ihnen umherzog: /
20
Sein Leben lang ängstigt sich der Gottlose, / all die Jahre, die dem Tyrannen bestimmt sind. /
21
Schreckensstimmen sind in seinen Ohren, / im Frieden überfällt ihn der Verderber. /
22
Er glaubt nicht, dass er wiederkehre aus dem Dunkel, / ersehen ist er für das Schwert. /
23
Er irrt umher nach Brot: wo ist es? / er weiss, dass Verderben ihm bereitet ist. /
24
Der Tag der Finsternis erschreckt ihn, / Angst und Bangen überwältigt ihn, / wie ein König, gerüstet zum Sturm; /
25
denn wider Gott reckt er die Hand, / und dem Allmächtigen bietet er Trotz, /
26
rennt wider ihn mit (steifem) Nacken, / mit den dichtgedrängten Buckeln seiner Schilde. /
27
Denn sein Gesicht hat er bedeckt mit Fett, / und Schmer angesetzt an seinen Lenden, /
28
schlug seine Wohnung auf in verfemten Städten, / in Häusern, wo niemand wohnen sollte, / die zu Steinhaufen bestimmt waren. /
29
Er wird nicht reich, und sein Besitz hat nicht Bestand, / und seine Ähre neigt sich nicht zur Erde. /
30
Er entkommt nicht aus der Finsternis, / seine Schosse dörrt die Flamme, / und durch den Wind wird seine Frucht verweht. /
31
Nicht traue er auf Nichtiges, er ist getäuscht; / denn das Nichts wird seine Vergeltung sein! /
32
Ehe sein Tag kommt, erfüllt es sich, / und sein Palmzweig grünt nicht mehr. /
33
Wie der Weinstock stösst er ab unreife Trauben / und wirft wie der Ölbaum seine Blüte ab. /
34
Denn des Frevlers Rotte ist unfruchtbar, / und Feuer frisst die Zelte der Bestechung. /
35
Sie sind mit Mühsal schwanger und gebären Unheil, / und ihr Schoss bereitet Trug. (a) Ps 7:15; Jes 59:4
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