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Salmos 104
Ludwig Albrecht Neues Testament und Psalmen
1
Preise Jahwe, o meine Seele! / Jahwe, mein Gott, du bist sehr groß: / Mit Hoheit und Pracht hast du dich gekleidet,
2
In Licht dich gehüllt wie in ein Gewand. / Wie ein Zelttuch hat er die Himmel gespannt.
3
Im Wasser hat er seine Söller gewölbt. / Wolken macht er zu seinem Wagen. / Auf des Windes Flügeln fährt er einher.
4
Winde macht er zu seinen Boten, / Zu seinen Dienern Feuerflammen.
5
Die Erde hat er auf Pfeiler gegründet, / So daß sie nicht wanket immer und ewig.
6
Die Urflut hat er darüber gedeckt wie ein Kleid, / Selbst über den Bergen standen Wasser.
7
Vor deinem Machtruf entflohen sie, / Vor deinem gewaltigen Donner eilten sie ängstlich hinweg
8
- Während Berge sich hoben und Täler sich senkten — / An den Ort, den du ihnen bestimmt.
9
Eine Grenze hast du ihnen gesetzt, die dürfen sie nicht überschreiten. / Sie dürfen nicht wiederkehren, daß sie die Erde bedecken.
10
Du sendest Quellen in Bäche aus, / Die zwischen den Bergen fließen.
11
Sie tränken alles Getier des Gefilds; / Auch Wildesel stillen ihren Durst.
12
An den Bächen wohnen des Himmels Vögel, / Und aus den Zweigen ertönt ihr Lied.
13
Er tränkt die Berge aus seinen Söllern. / Von dem, was dein Regen wachsen läßt, wird das Erdreich gesättigt.
14
Gras lässest du sprossen für das Vieh / Und Kraut zum Nutzen des Menschen: / So bringst du Brot aus der Erde hervor.
15
Und der Wein soll erfreun des Sterblichen Herz, / Sein Antlitz soll glänzen vom Öl, / Und das Brot soll erquicken des Sterblichen Herz.
16
Jahwes Bäume trinken sich satt: / Libanons Zedern, die er gepflanzt.
17
Dort nisten Vögel, / Vor allen der Storch, der sein Nest auf Zypressen hat.
18
Die Berge dagegen, die hohen, sind der Steinböcke Sitz. / In den Felsen finden die Klippdachse Schutz.
19
Er schuf den Mond, die Zeiten zu messen, / Dazu auch die Sonne, die ihren Untergang kennt.
20
Läßt du Finsternis kommen, so wird es Nacht. / Da regt sich alles Getier des Waldes:
21
Die jungen Löwen vor allen, die da brüllen nach Raub / Und von Gott ihre Nahrung fordern.
22
Die Sonne geht auf: da schleichen sie weg / Und legen sich nieder in ihren Höhlen.
23
Der Mensch geht an sein Tagewerk, / An seine Arbeit bis auf den Abend.
24
Jahwe, wie sind deiner Werke so viel! / Sie alle hast du mit Weisheit vollbracht. / Voll ist die Erde von deinen Gütern.
25
Da ist das Meer — so groß und so weit! / Drin ist ein zahllos Gewimmel: / Kleine Tiere und große.
26
Dort ziehen auch Schiffe dahin. / Und der Leviatan ist da, den du geschaffen, / Daß er sich tummle in den Fluten.
27
Sie alle schauen zu dir empor, / Daß du ihnen Speise gebest zu rechter Zeit.
28
Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie ein; / Öffnest du deine Hand, so werden sie satt von Gutem.
29
Verbirgst du dein Antlitz, so erschrecken sie; / Nimmst du weg ihren Odem: sie müssen verscheiden / Und kehren zurück in ihren Staub.
30
Deinen Lebensodem sendest du aus, und sie werden geschaffen: / So erneust du das Antlitz der Erde.
31
Jahwes Herrlichkeit währe auf ewig! / Es freue sich Jahwe seiner Werke!
32
Blickt er die Erde an, so erzittert sie; / Berührt er die Berge, so rauchen sie.
33
Ich will Jahwe singen mein Leben lang, / Meinem Gotte spielen, solange ich bin.
34
Mög ihm auch mein Sinnen gefallen! / Ich will mich Jahwes freun.
35
Mögen die Sünder vom Erdboden schwinden / Und die Gottlosen nicht mehr sein! / Meine Seele, preise du Jahwe! / Lobet Jah!